F. - ursprünglich homosexuell - hat jetzt einen Freund. Die beiden turteln die ganze Zeit - Küsschen hier, streicheln da, etwas kuscheln, sich bei jeder Gelegenheit umarmen und anschmachten. IMMER Körperkontakt. Das ist für mich sogar beim Zugucken schon beklemmend. Ich ertrage momentan kaum eine Umarmung und muss mir das Spektakel mit ansehen. Aber es gibt einen Lichtblick: er hat auch so eine sehr lustige/nervige/penetrante Ex wie M. es hatte - nur mit dem Unterschied, dass B. (F.s Neufreund) sich richtig verhält und seiner Ex klar ihre Grenzen aufzeigt - und das ist teilweise ganz schön laut und mit durchaus viel Fäkalsprache.
engelswesen - 8. Jun, 13:58
3 Personen
8 Brötchen
6 Scheiben Brot
1 Blech Pizza
4 Flaschen Wodka
18 Flaschen Bier
3 Flaschen Gespritzter
2 Flaschen Erdbeerbowle
1 Flasche brauner Rum
2 Flaschen Energy
1 Päckchen Kaffee
1 Dose Tabak
6 Schachteln Zigaretten
12 Stunden Schlaf
2,5 Stunden Spaziergang
4 Heulkrämpfe
54 SMS
3 Telefonate
Schön wars.
engelswesen - 1. Jun, 20:22
We are here, we can love
We share something
I'm sure that you'll mean
The world to me
Your name was the one
That was always chosen
Your words and the kindness
That set me free
Shame as a hole
That has kept us frozen
You open my eyes
To a world I could believe
And words can leave
You broken inside
You'll have to decide
I'm hanging onto my pride
We are here, we can love
We share something
I'm sure that you'll mean
The world to me
When you get what you need
It's no way of knowing
What you have is
Another hole to feed
The games that we played
They've left us hoping
The gift that we have
The life that we breathe
This world could leave
You broken inside
We've nowhere to hide
I'm hanging onto my pride
We are here, we've been chosen
We've been blessed
With the place we need to find
And then open
We are here, we can love
We share something
I'm sure that you'll mean
The world to me
When you get what you need
It's no way of knowing
What you have is
Another hole to feed
Einfach ein schöner Text. Und unweigerlich muss ich an D. denken.
engelswesen - 31. Mai, 21:43
Es gibt kein intensiveres Gefühl, keinen größeren Vertrauensbeweis, keine innigere Nähe als nach einer Session. Das Sich-fallen-lassen dabei, ein gewisser Grad Selbstaufgabe, dieses Bodenlose, das Aufopfern. Man gibt ein Stück seiner Selbst, seiner Persönlichkeit, und erhält das vermutlich wertvollste Geschenk: man fliegt und wird im richtigen Moment wieder aufgefangen. Manches Mal denke ich, dass die Sub eher dominiert - da der Dom das tut, was man möchte - einen bis an die Grenze bringen. NIE fühlt man sich freier. Ich vermisse dieses Gefühl und diese besondere Art der Nähe. Allerdings ist es durchaus schwer jemanden zu finden, der vertrauenswürdig genug ist.
engelswesen - 31. Mai, 21:33
Ich wünsche mir jemanden, ...
- der mit mir zusammenlebt
- der mich so nimmt, wie ich bin
- der, wenn ich dusche/bade, mit mir im Bad ist und sich mit mir unterhält
- mit dem ich bei einem Glas Wein in der Badewanne liegen kann
- den ich ausgiebig massieren kann
- dessen Geruch alleine mich schon völlig aus der Bahn wirft
- dem ich auch einen Einfach-mal-so-Kuss geben kann (auch in der Öffentlichkeit)
- mit dem ein ruhiger Abend zu Hause ebenso schön ist, wie ein Abend mit vielen Freunden
- mit dem ich voll aufgestylt abends weggehen kann, ohne dass es ihm unangenehm ist, sondern eher, dass er stolz auf seine Freundin ist
- der abends beim Fernsehen mit mir kuschelt
- der vorm Fernseher kuschelnd mit mir einschläft
- der mich beim Einschlafen festhält
- der mich in den Arm nimmt, wenn ich schlecht geträumt habe
- der mir beim Schlafen zusieht und mein Gesicht streichelt
- der mir, wenn ich nicht einschlafen kann, den Rücken krault
- der mich morgens mit einem Kuss auf die Stirn weckt
- der mir zeigt, dass ich für ihn sexy/aufregend/anziehend bin
- der mich fallen lässt, aber immer wieder auffängt
- der leidenschaftlich ist
- der die berühmte "starke Schulter" hat, in die ich mich beim O. krallen, aber an die ich mich auch anlehnen kann
- durch dessen Brusthaare ich mit meinen Fingern fahren kann
- in dessen "Kuschelecke" ich mich legen kann
- der meine Grenzen akzeptiert
- der teilweise Macho-Allüren hat
- mit dem ich lachen und weinen kann
- der seine schwachen Seiten auch mal zeigt
- mit dem ich zusammen kochen kann
Diese Liste wird stetig fortgesetzt
engelswesen - 8. Mai, 22:33
Wenn das Vertrauen von einem schon mehrfach schamlos ausgenutzt wurde, entwickelt man eine natürliche Grundskepsis. Dann dauert es umso länger, bis man jemandem vertrauen kann.
Und irgendwann kommt der Moment, in dem man Vertrauen zu einem aufbaut und dieser Mensch dann noch schneller aus dem Leben verschwindet, als er gekommen war. So nun auch dieses Mal.
Dinge, die ich daraus gelernt habe:
1.) Wenn ich eine Affäre mit einer Freundschaft verbinden will, sollte der Typ vergeben sein.
2.) Nie wieder jemandem vertrauen oder wertvolle Kraft da hinein investieren, jemandem vertrauen zu können, wenn man nicht mit ihm zusammenkommen will.
3.) Mich generell wieder etwas mehr in eine Richtung konzentrieren...
engelswesen - 21. Apr, 21:40
Der wichtigste Mann in meinem Leben wird von mir dafür bezahlt, dass er nett zu mir ist und mein Selbstwertgefühl pusht. Nein, eigentlich wird er von meiner Krankenkasse dafür bezahlt. Ich möchte gar nicht wissen, was er dafür bekommt...
Bei unserem letzten „Date“ wollte er mich davon überzeugen, Mensa beizutreten. Der Grund dafür: vielleicht würde ich dort den perfekten Partner finden. Klar, es ist mir schon wichtig, dass mein Partner intelligent ist. Aber ist der EQ nicht wesentlich wichtiger als der IQ? Außerdem: warum sollte ich Mensa beitreten? Ich denke nicht, dass ich mich über meinen IQ profilieren muss. Bislang hatte ich keine Probleme (von wegen hochbegabt und in der Schule nicht vernünftig gefördert worden...), denn ich hatte die Möglichkeit auf eine Hochbegabtenschule zu gehen, habe es jedoch damals abgelehnt. Gut, kann sein, dass ich deswegen (mangels qualifizierter Förderung usw.) kein Abi gemacht habe. Wer weiß. Nur muss ich wegen SOWAS dann einem Verein beitreten!? Kuppelversuche bei Mensa. Dann könnte ich ja auch noch Peta beitreten, weil ich schließlich Veggie bin, zur Rheumaliga gehen, mich irgendwelchen Migräne-Selbsthilfegruppen anschließen und weiß Gott nicht was, NUR damit ich VIELLEICHT den perfekten Partner treffe... lächerlich.
Ich denke, dass er selbst dort Mitglied ist und mir das deswegen einreden will.
Hmm, ja... und eigentlich will ich auch gar keine Beziehung zurzeit. Also zumindest nicht, dass ich wüsste. Es gäbe da schon eine Person, aber reden wir nicht weiter drüber. Was ich allerdings trotzdem gerne hätte: dass ich das Gefühl habe, jemandem ganz viel dolle sehr wichtig zu sein. Egal, ob Familie oder Freundeskreis. Und attraktiv gefunden werden. Und geliebt, ohne zurücklieben zu müssen. Man schicke mir die Wunschfee...
engelswesen - 17. Apr, 19:31
Man stelle sich das schlimmste Horrorszenario vor und multipliziere es mit sich selbst - und was erhält man? Genau: das erste Aufeinandertreffen mit den potentiellen Schwiegereltern.
Ich bin momentan (glücklicherweise) nicht in der Situation, über den Worst Case nachdenken zu müssen, jedoch beschäftigte ich mich damit.
Es kommen da ja schon einige Herausforderungen auf einen zu:
- Wie gebe ich mich?
- Was ziehe ich an?
- Wie mache ich meine Haare?
- Gehe ich zuerst zum Hand geben auf sie zu oder warte ich ab?
- Welche Gesprächsthemen treten auf?
- Was sind das wohl für Leute?
- Wie wird sich mein Partner verhalten?
Und so weiter, und so fort...
Es ist schlimmer als jedes Bewerbungsgespräch. Man gerät sehr schnell in eine Falle. Zumeist findet das erste Treffen auch auf unbekanntem Terrain – der Wohnung oder dem Haus der Eltern des Partners – statt. Unwohlsein ist da vorprogrammiert.
Nahezu immer erzählt einem der Partner vorher nicht wirklich viel über seine Eltern. Natürlich sind sie nett und gastfreundlich und verständnisvoll – nach dem ersten Treffen hat man dann ein ganz anderes Bild (nicht immer, aber immer öfter).
Man möchte auch keine Sonderstellung einnehmen, wenn es zu der Familienzusammenführung kommt. Wenn man Engelswesen ist, ist das natürlich wieder was gaaaaanz anderes: es geschieht automatisch.
1.) Ich bin alleine vom Aussehen her nicht die, die sich jede Mutter als Schwiegertochter wünscht. Meine Haare sind pinkfarben, ich bin mehrfach tätowiert und gepierct, trage nicht unbedingt Kleidung, die ladylike ist.
2.) Ich bin Vegetarierin. Also, sollte es die berühmte Sonntagstorte geben, muss ich erstmal fragen, ob da Gelatine mit drin ist (was leider meistens der Fall ist) und kann dann nicht mitessen. Oder beim ganz normalen Essen: ich brauche immer was Fleischloses und muss mich dafür ständig erklären. „Aber war doch nur ein wenig Bratensaft für die Saucengrundlage – nehmen Sie sich ruhig!“ „Das kann doch nicht gesund sein.“ „Wie lange machen Sie das denn schon? Ist das eine Diät?“ „Ein Stückchen Fleisch in Ehren...“ „Also bei uns in der Familie wird ja immer und gern Fleisch gegessen...“
3.) Ich habe ohnehin groooooße Probleme damit, vor anderen Leuten zu essen. Egal wer, egal wo. Ich kann mich bei Tisch sehr wohl benehmen, allerdings merkt man mir recht schnell an, wenn ich beim Essen verkrampft bin.
Aber was tut man nicht alles, um der Mutter und dem Vater zu zeigen, dass man ihren Sohn verdient hat!? Farbige Kleidung aus den hintersten Ecken des Schranks hervorkramen, Piercings herausnehmen, Halstuch umbinden, damit man die Tattoos versteckt, eventuell sogar Haare färben... aber was bringt es letztendlich? NIX. Man macht es trotzdem... immer und immer wieder.
engelswesen - 16. Apr, 22:54
Wir aßen Pizza, tranken Bier. Redeten über Gott und die Welt, unsere verkorksten Beziehungen bzw. die Beziehungen, die wir gerne hätten, jedoch nicht haben können.
Er und ich. Er, ein typischer EBMler mit dementsprechender Erscheinung und festgefahrener Meinung, was Musik angeht. Ich, tendenziell EBM und Dark Wave lastiger, jedoch auch anderen Stilen nicht abgeneigt. Er berichtete von seinen Las Vegas Urlauben und holte unvermittelt eine DVD hervor. Eine Musik-DVD von "The Rat Pack". Das hätte ich am wenigsten erwartet. Wir guckten uns eben diese DVD auf seiner Leinwand an. Ich ging auf Toilette und als ich wiederkam, wollte ich mich wieder auf meinen Sofaplatz setzen. Er schob mich zu dem Sessel, der mit der Rückenlehne zur Leinwand hin stand, befahl mir, mich dort drauf zu knien. Er zerrte mir die Hose runter und flüsterte mir ins Ohr: "Ich wollte schon immer mal zu "Everybody loves somebody" ficken". Ich, über die Sessellehne gebeugt, wusste nicht so recht, wie mir geschah. Noch ehe ich darüber nachdenken konnte, pflügte er tief in mich hinein. Es war hart, schnell und in dem Moment ok. Eine äußerst skurrile Situation, die nur ein Auftakt für eine der skurrilsten Nächte meines Lebens werden sollte.
Wir wachten heute Morgen beide mit Kopfschmerzen auf. Nicht wegen des Alkoholkonsums am Vorabend, sondern aufgrund unseres schlechten Gewissens. Unser Abschied von einander war deshalb auch sehr gezwungen.
Ein erinnernswerter Abend, jedoch ohne Fortsetzung.
engelswesen - 11. Apr, 18:59